Tennisclub Deggingen - Chronik

Tennisclub Deggingen

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Chronik des Tennisclub Deggingen e.V.

Der weiße Sport etabliert sich

Bereits Anfang der siebziger Jahre stellten die Degginger Bürger Alfons Knaupp, Anton Priel und Alfons Schweizer Überlegungen an, in Deggingen einen Tennisclub zu gründen. Die Anregung hierzu erhielten sie durch die Gründung des Tennisclubs Wiesensteig. Durch fleißige Mitgliederwerbung im Bekanntenkreis trafen sich am 14.09.1974 um 17.00 Uhr im Gasthaus Hirsch in Unterböhringen 21 Personen, um den Tennisclub Deggingen zu gründen.

Eine wesentliche Frage war im Vorfeld, ob sich die Tennisinteressierten als Abteilung dem Turnverein Deggingen anschließen oder einen eigenen Verein gründen sollten. Nach reichlichem Abwägen sämtlicher Aspekte entschloss man sich zur Gründung eines eigenen Vereins.

Bereits in der Gründungsversammlung wurde geplant, möglichst rasch mit dem Bau von vorerst zwei Tennisplätzen zu beginnen. Zu diesem Zeitpunkt war noch kein Standort als Vereinssitz vorhanden. Verschiedene Möglichkeiten wurden anvisiert. Letztendlich gelang es den Verantwortlichen von der Familie Ruff aus Bad Ditzenbach ein Grundstück, die jetzigen Plätze 5 und 6 zu erwerben und im Frühjahr 1975 mit dem Bau dieser Plätze zu beginnen, obwohl noch keine Baugenehmigung vorlag.

Die Eröffnung der Plätze konnte am 12. und 13. Juni 1976 erfolgen. Die gesamten Baukosten beliefen sich trotz großer Eigenleistungen auf insgesamt 79 000 DM. Der Wunsch nach einem eigenen Clubhaus musste vorerst unerfüllt bleiben. Es wurde lediglich das Aufstellen einer Bauhütte genehmigt. Dieses „Clubheim“, welches beim heutigen Platz 5 stand, leistete dem TCD, später dann mit einem Anbau, bis zum Herbst 1990 treue Dienste und war ein Ort vieler fröhlichen und geselligen Stunden.

Durch einen starken Mitgliederzuwachs und der intensiven Nutzung der vorhandenen Plätze kristallisierte sich bereits kurze Zeit später die Notwendigkeit heraus, weitere Tennisplätze anzulegen. Mit dem Bau der heutigen Plätze 3 und 4 wurde im Frühjahr 1977 begonnen, durch Nachbarschaftseinsprüche verzögerte sich allerdings die Fertigstellung bis in den Herbst hinein. Im Zuge dieser Baumaßnahme wurde die Clubhütte in einer sehenswerten Aktion mit einem Autokran von seinem bisherigen Standort zwischen Platz 5 und 6 auf die neue Position zwischen Platz 2 und 3 versetzt und um einen Sanitär- und Umkleidebereich erweitert. Diese Aktion fand bei strömendem Regen und tiefgrundigem Boden statt und forderte von den freiwilligen Helfern einen hohen Arbeitseinsatz.

 

Der „Run“ auf den Tennissport hatte begonnen

Ein sportlicher Meilenstein in der Vereinsgeschichte war 1977 die erste Meldung einer Herrenmannschaft zur Verbandsspielrunde in der Kreisklasse 1 Gruppe 5. Die folgenden Jahre waren gekennzeichnet durch einen stetigen Mitgliederzuwachs. Die Mitgliederzahl stieg im Jahr 1978 auf 175 Mitglieder. 

Dieser enorme Zuwachs machte bereits Überlegungen zu einer erneuten Erweiterung der Tennisanlage notwendig. In diese Überlegungen einbezogen waren zwei weitere Plätze, ein Clubhaus und eine Tennishalle. Der Bau eines neuen Clubhauses war dringend erforderlich geworden, da für die bestehende Bauhütte nie eine Baugenehmigung erteilt worden war und sogar mit einer Abbruchverfügung gerechnet werden musste. Die Vorbereitungen für diese Anlagenerweiterung begannen im Herbst 1979. Eine Erweiterung war nur in Richtung Deggingen möglich, da das im Westen angrenzende Gebiet in einem Wasserschutzgebiet liegt. Weitere Grundstücksverhandlungen mit der Familie Ruff blieben erfolglos, so musste zunächst der Bau von zwei weiteren Plätzen aufgeschoben werden.. Der Bau der geplanten Tennishalle hätte dagegen vollständig auf gemeindeeigener Fläche erfolgen können, so wurde dieses Vorhaben forciert. Doch bald musste eine einberufene Mitgliederversammlung 1981 erkennen, dass die Gesamtfinanzierung eines solchen Hallenprojekts den möglichen finanziellen Rahmen des Vereins gesprengt hätte. Wie sich in den neunziger Jahren dann herausstellte, war dies eine sehr kluge Entscheidung der damaligen Vereinsführung und der Mitglieder. Das neu vorgegebene Ziel hieß nun: der Bau von zwei weiteren Plätzen und eines Clubhauses, zumal sich zwischenzeitlich sechs Mannschaften an den Verbandsspielrunden beteiligten. (zwei Herren, je eine Damen-, Junioren-,Juniorinnen- und Jungseniorenmannschaft).

Viele schwierige Grundstücksverhandlungen und Verzögerungen durch Nachbarschaftseinsprüche führten dazu, dass erst 1986 mit dem Bau der Plätze und 1988 mit dem Bau des Clubhauses begonnen werden konnte. Im April 1989 wurde das lang ersehnte Richtfest gefeiert. In der Saison 1990 war es möglich, die Sanitäranlagen in Betrieb zu nehmen. Im August 1990 erfolgte im Rahmen eines Sommerfestes die Einweihung des Clubraums und der Küche. Mit der offiziellen Einweihung des ganzen Clubhauses am 20. und 21. April 1991 waren die umfangreichsten Baumaßnahmen des Tennisclubs seit seiner Vereinsgründung abgeschlossen.

 

Ohne Ehrenamt geht auch beim Tennis nichts

In den folgenden Jahren galt es nun, die vorhandene Anlage zu pflegen und sie mit Leben zu füllen. In der ersten Zeit gab es zunächst einen Generationenwechsel in der Vereinsführung. Nach jahrelangem hohem ehrenamtlichen Engagement waren viele „dienstmüde“ geworden und wollten die Ämter an jüngere Mitglieder übergeben. Der neu gebildete  Ausschuss musste sich im Laufe der Jahre zunächst mit den allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen befassen. Das Ehrenamt im Verein war für viele auf Grund der hohen beruflichen Belastungen nicht mehr leistbar. Die Verwaltungsaufgaben wurden, wie in vielen anderen Vereinen auch, auf mehrere Personen aufgeteilt.

Im Jahr 1995 wurde die Struktur der Vereinsführung dahingehend geändert, dass die Aufgaben des Vorsitzenden in die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen und Verwaltung und Sport auf drei Personen aufgeteilt wurde. Dazu bedurfte es einer Satzungsänderung. Auch der Vermögenswart, der Vergnügungswart und der Jugendwart wurde in Ausschüsse umgewandelt, in denen mehrere Personen sich die Arbeit teilten. Damit war gewährleistet, dass der immer größer werdende Arbeitsaufwand bei der Führung eines Vereins qualifiziert bewältigt werden kann.

Eine neue Form der Dokumentation der sportlichen und geselligen Ereignisse gab es ab 1993/1994 in der jährlichen Herausgabe einer Vereinszeitung „Aufschlag Ass“. Auch das „infoblättle“ zum Saisonbeginn wurde gerne angenommen. Mit vielen Aktivitäten in allen Bereichen waren die Verantwortlichen das ganze Jahr hindurch bemüht, der landesweiten Vereinsmüdigkeit entgegen zu wirken. Mit einer Mitgliederwerbeaktion versuchte man in den Jahren 1996 und 1997 erfolgreich neue Mitglieder zu gewinnen. Bis zum heutigen Tag hat jeder Interessent in einem vierwöchigen Schnupperkurs die Möglichkeit, kostenlos zu spielen. Auch ist der Mitgliedsbeitrag bei Neueintritten im ersten Mitgliedsjahr auf 50 % herabgesetzt worden. Ganz besonders groß wird seit Jahren auch die Jugendförderung geschrieben.  So stieg die Mitgliederzahl auf beinahe 300 Mitglieder an.

 

Tolle Teams mit schönen Erfolgen

Doch in den folgenden Jahren wurde auch der Tennisclub Opfer der gesellschaftlichen Bedingungen. Mit der Einführung des Euros und der allgemeinen Verteuerung der Lebenshaltungskosten traten viele Mitglieder, die in den letzten Jahren nicht mehr aktiv Tennis gespielt hatten, aus dem Verein aus. Die Mitgliederzahl sank stetig auf heute 265 Mitglieder. Dieser Stand wird aber nun seit einigen Jahren wieder gehalten.

Die hohe sportliche Motivation der aktiven Tennisspieler spiegelt sich an der großen Zahl der Erwachsenenmannschaften wider. In der Verbandsspielrunde spielen zur Zeit 8 Mannschaften. Dabei sind die Damen 50  (Oberliga) und die Herren 55/1  (2. Regionalliga Süd) die am höchstklassig spielenden Mannschaften. Die Freizeitspieler hatten sich auch einige Jahre als Mannschaft formiert und bei Turnieren angemeldet, in den letzten Jahren spielen sie aber nur noch „just for fun“ in einer für sie reservierten Zeit auf der Anlage.

Bei den Kindern und Jugendlichen trägt die hervorragende Jugendarbeit der letzten Jahre ihre Früchte. Auch sie nehmen an der Verbandsspielrunde mit bis zu neun Mannschaften von der Kleinfeldgruppe bis zu den Junioren/innen teil.

Auch die Beteiligung bei auswärtigen Turnieren auf der Kreisebene ist stetig gewachsen und nicht selten kommen unsere Jugendlichen mit den besten Platzierungen und Pokalen nach Hause.

Zum Schluss sei eines besonders hervorgehoben: Im Tennisclub Deggingen wird  mit sehr hohem persönlichem Einsatz aller aktiven Mitglieder gewährleistet, dass die Anlage immer gepflegt und das Clubhaus mit dem Bewirtschaftungsdienst durch die Mitglieder ein Ort vieler fröhlicher Feste, Feiern oder einfach schöner Stunden ist. Viele Gäste, vor allem die auswärtigen Mannschaften bestätigen immer wieder, dass wir mit unserer Tennisanlage beste Bedingungen für einen hochklassigen Sportbetrieb haben, aber auch unsere freundliche Aufnahme und Bewirtung der Gäste sucht seinesgleichen.

Mit der geleisteten Arbeit haben es die Mitglieder möglich gemacht, heute finanziell zufriedenstellend dazustehen. Hatten unsere „Gründungsväter“ sich oft noch den Kopf zerbrochen, ob die Aufgaben alle problemlos zu bewältigen seien, so hat das gute Vereinsklima und der Einsatz der Mitglieder seit der Vereinsgründung dafür gesorgt, dass es für die Menschen nach wie vor erstrebenswert ist, Mitglied in einem Verein, besonders im Tennisclub Deggingen, zu sein.

Autorin: Ursula Herrmann/Stand 2011

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